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Vorbereitet mit der Apotheke vor Ort

„On the Road“ unverzichtbar: die richtige Reiseapotheke

Mit Beginn der Festivalsaison und den nahenden Sommerferien bei uns in NRW rückt für viele ein wichtiges Thema in den Fokus: die passende Reiseapotheke. Ob beim Wochenendtrip mit Freundinnen und Freunden zum Konzert oder im Familienurlaub: Wer in Sachen Reiseapotheke gut vorbereitet ist, kann im Urlaub kleinere Beschwerden selbst behandeln. Die Apotheke vor Ort ist die richtige Anlaufstelle, wenn es darum geht, die Reiseapotheke passend zusammenzustellen.

Die eine Standard-Lösung für die optimale Reiseapotheke gibt es dabei allerdings nicht. Vielmehr hängt ihre Zusammenstellung von verschiedenen Faktoren ab. „Was in die Reiseapotheke gepackt wird, muss nicht nur auf das Reiseziel, sondern vor allem auch auf den individuellen Bedarf der mitreisenden Personen abgestimmt sein“, betont Apothekerin Gabriele von Elsenau Overwiening, Präsidentin der Apothekerkammer Westfalen-Lippe.

Neben individuellen Bedürfnissen spielen auch klimatische Bedingungen und die Feriengestaltung am Urlaubsort eine Rolle. „Wer in den Bergen wandert, braucht eine andere Reiseapotheke als eine Familie, die einen Badeurlaub plant.“ Es gibt jedoch einige Dinge, die in jeder Reiseapotheke Sinn machen. „Zur Basisausstattung gehören in jedem Fall Dauermedikamente, die auch zu Hause eingenommen werden müssen, in ausreichender Menge, und – vor allem bei Fernreisen – idealerweise der Medikationsplan. Außerdem sind Materialien zur Wundversorgung und -desinfektion, passende Fieber- und Schmerzmittel und etwas gegen Durchfall ratsam. Und natürlich darf der passende Sonnenschutz nicht fehlen“, so Gabriele von Elsenau Overwiening. „Ergänzend macht in vielen Regionen auch eine Zeckenzange Sinn. Zeckenkarten sind zwar praktisch und klein, funktionieren aber bei kleinsten Zecken nur schlecht bis gar nicht,“ weiß die Apothekerin.

Vor allem bei Reisen mit Kindern ist besondere Sorgfalt erforderlich. Sie brauchen immer eigene Arzneimittel. „Kinder sind keine kleinen Erwachsenen – unter keinen Umständen dürfen sie die Arzneimittel der erwachsenen Mitreisenden oder der älteren Geschwister ‚mitbenutzen‘ und einnehmen, denn das kann lebensgefährlich werden“, warnt von Elsenau Overwiening eindringlich. Welche Präparate für die mitreisenden Personen geeignet sind – dazu beraten die Teams in den Apotheken vor Ort und stellen die passende Reiseapotheke zusammen.

Zusätzlich sollte auch unterwegs auf die richtige Lagerung der Medikamente geachtet werden. Hohe Temperaturen können deren Wirksamkeit beeinträchtigen. „Arzneimittel mögen keine Hitze, und sollten am besten trocken und bei einer Temperatur gelagert werden, die nicht über 25 Grad liegt. Und wenn Arzneimittel ausdrücklich gekühlt werden müssen, muss das natürlich auch unterwegs berücksichtigt werden“, erklärt die Apothekerin.

Vorsicht ist beim Kauf von Medikamenten im Ausland geboten. „Auch im Notfall fehlende Medikamente bitte ausschließlich in offiziellen Apotheken kaufen. Keine Tabletten von Fremden annehmen bzw. auf der Straße bei fliegenden Händlern erwerben! Die Gefahr, dabei an eine Fälschung zu geraten, ist groß“, so von Elsenau Overwiening. Um gut vorbereitet zu sein, empfiehlt sich eine frühzeitige Planung der Reiseapotheke. Unterstützung bieten die Apotheken vor Ort: „Das Apothekenteam hilft bei der Zusammenstellung: Die Mitarbeitenden beraten individuell und wissen, welche Medikamente und Produkte jeweils ratsam und geeignet sind. Außerdem können sie auch Tipps dazu geben, welche Impfungen vielleicht noch angezeigt sind“, so von Elsenau Overwiening.

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