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Primärversorgung: Apotheken sind bereit, mehr Verantwortung zu übernehmen

Zwei Personen stehen in einer Apotheke vor einem Regal mit Pflegeprodukten, eine hält ein Tablet und zeigt darauf.

Die Versorgung der Patientinnen und Patienten in Deutschland könnte schneller und effizienter werden, wenn Apothekerinnen und Apotheker mehr Kompetenzen in der Primärversorgung übernehmen würden. Die Apothekenteams sind bereit, diese Verantwortung zu übernehmen und die Primärversorgung gemeinsam mit anderen Gesundheitsberufen aktiv mitzugestalten. Zum bundesweiten Tag der Apotheke am 7. Juni macht die Apothekerkammer Westfalen-Lippe deshalb auf das vielfältige Leistungsspektrum der Apotheken in Westfalen-Lippe aufmerksam – und unterstützt zugleich das neue Positionspapier „Die zukünftige Rolle der Apotheke in der Primärversorgung“ der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. Primärversorgung ist für die Menschen wichtiger als je zuvor, denn es geht um die erste Anlaufstelle im Gesundheitssystem – also dort, wo Menschen zuerst Hilfe suchen, wo man sie begleitet, berät oder weiterverweist.

AKWL-Präsidentin Gabriele von Elsenau Overwiening sagt: „Bei der Gesundheitsversorgung muss der Mensch im Mittelpunkt stehen mit seinem individuellen Versorgungsbedarf. Die Primärversorgung ist als erste Anlaufstelle für alle Patientinnen und Patienten eine entscheidende Säule unseres Gesundheitssystems und wird mit Blick auf den demografischen Wandel immer wichtiger – schließlich wird der Versorgungs- und Beratungsbedarf der Menschen in den kommenden Jahren stetig steigen. Das Leitprinzip muss immer ein koordiniertes Zusammenwirken aller Apotheken, Arztpraxen, Kliniken und anderer Leistungserbringern sein, das sich konsequent am Bedarf der Patientinnen und Patienten ausrichtet. Die Apotheken leisten dazu schon jetzt einen wesentlichen Beitrag – und wollen künftig noch stärker eingebunden sein: „Die Apotheken bei uns in Westfalen-Lippe sind flächendeckend und wohnortnah vorhanden, niedrigschwellig rund um die Uhr erreichbar und bieten jederzeit und überall eine hochqualifizierte Beratung.“

Schon heute bieten viele Apotheken in Westfalen-Lippe neben der Abgabe von Medikamenten auch viele andere Dienstleistungen an. So impfen Apotheken gegen Grippe (Influenza) und Corona (COVID-19) – und bieten auch besondere pharmazeutische Dienstleistungen (pDL) an. Dazu zählt die „Erweiterte Medikationsberatung bei Polymedikation“. Mit dem in Kürze in Kraft tretenden Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz (ApoVWG) werden weitere Angebote und Impfungen dazukommen. Trotz der geplanten Erweiterung des Aufgabenfelds der Apotheken warnt von Elsenau Overwiening aber auch eindringlich vor einem anhaltenden Apothekensterben, auf regionaler wie auf Bundesebene: „In Westfalen-Lippe gibt es derzeit 1.602 Apotheken. Mit 16.541 Apotheken ist in Deutschland ein neuer Tiefstand der Apothekenzahlen erreicht. Im europäischen Vergleich liegen wir bei der Apothekendichte mittlerweile weit hinten. Seit 2013 musste jede fünfte Apotheke schließen. Um das Apothekensterben endlich zu stoppen, brauchen die Apotheken dringend die im Koalitionsvertrag festgeschriebene Erhöhung des Honorars auf 9,50 Euro pro rezeptpflichtigem Medikament.“

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Apotheken sind bereit, merh Verantwortung in der Primärversorgung zu übernehmen
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Die Apotheke 2026: Zahlen – Daten – Fakten
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ABDA: Positionspapier Primärversorgung
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