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Zwei Jahrzehnte im Dienst der pharmazeutischen Wissenschaft und des Gemeinwohls

Drei Personen in formeller Kleidung stehen vor einem Fenster mit Blick auf grüne Bäume und lächeln in die Kamera.
AKWL-Präsidentin und Stiftungsvorsitzende Gabriele von Elsenau Overwiening, Geschäftsführer der Apothekerstiftung Westfalen-Lippe Dr. Andreas Walter (r.) und Kuratoriumsvorsitzender Dr. Olaf Rose blicken zufrieden auf zwei Jahrzehnte Apothekerstiftung Westfalen-Lippe zurück. (Foto: AKWL/Talhaui)

Die Apothekerstiftung Westfalen-Lippe blickt in diesem Jahr auf zwei Jahrzehnte ihres Wirkens zurück. Seit ihrer Gründung im Jahr 2006 hat die Stiftung zahlreiche Projekte zur Förderung der Arzneimittelversorgung, der pharmazeutischen Wissenschaft und des pharmazeutischen Nachwuchses in der Region, aber auch über die westfälisch-lippischen Grenzen hinaus unterstützt.

Von der Gründung bis heute

Die Apothekerstiftung Westfalen-Lippe ist von der westfälisch-lippischen Apothekerschaft ins Leben gerufen worden. Am 14. Juli 2006 erlangte sie durch das Innenministerium des Landes Nordrhein-Westfalen die rechtliche Anerkennung als selbständige Stiftung bürgerlichen Rechts. Seither verfolgt sie unverändert ihren Gründungs- und Stiftungszweck: die Förderung von Bildung, Wissenschaft und Forschung mit dem Ziel der Optimierung und Gewährleistung der Qualität der Arzneimittelversorgung – für eine bestmögliche Versorgung der Patientinnen und Patienten.

Mit einem Stiftungskapital von anfänglich rund einer Million Euro hat die Stiftung bis heute insgesamt mehr als 1,5 Millionen Euro in Projektförderungen und Stipendien investiert. „Wir haben 2006 eine Stiftung gegründet, weil wir überzeugt waren: Exzellente Pharmazie braucht eine starke Förderkultur – und die müssen wir selbst schaffen“, erinnert sich Gabriele von Elsenau Overwiening, AKWL-Präsidentin und Vorstandsvorsitzende der Apothekerstiftung Westfalen-Lippe.

Zwei ältere Männer in Anzügen schütteln sich die Hand, einer hält ein Dokument in der Hand, im Hintergrund eine Pflanze und ein Holzpaneel.
Regierungsvizepräsident Alfred Wirtz (l.) überreichte am 24. August 2006 die Anerkennungsurkunde an den damaligen Kammerpräsidenten Hans-Günter Friese. (Foto: AKWL)

Förderschwerpunkte und Leistungen

Im Sinne des Stiftungszwecks fördert die Apothekerstiftung Westfalen-Lippe Projekte an den Schnittstellen von Wissenschaft, Versorgung und Ausbildung. Dabei hat die Stiftung seit ihrer Gründung den Anspruch, bereits frühzeitig vielversprechende, neue Ansätze zu unterstützen – viele davon sind heute in der Versorgung angekommen. So förderte die Stiftung beispielsweise schon 2008 – ein Jahr nach dem ersten Aktionsplan des Bundesgesundheitsministeriums zur Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit – das Dissertationsprojekt „Optimierung der Versorgung geriatrischer Bewohner von Alten- und Pflegeheimen durch Pharmazeutische Betreuung“. Die Forschung im Bereich der Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) gehört seitdem zu den zentralen Handlungsfeldern der Stiftung. „Die Stärkung der sicheren Arzneimitteltherapie ist ein Kernaspekt des Stiftungszwecks – gerade für vulnerable Patientengruppen“, betont von Elsenau Overwiening.

Anerkennung für Exzellenz in Pharmazie und Gesellschaft

Neben der Projektförderung ist die Vergabe verschiedener Stiftungspreise Teil der Stiftungsarbeit. Das Spektrum reicht von der Auszeichnung exzellenter Studienleistungen und herausragender Projektarbeiten im Rahmen der apothekerlichen Weiterbildung bis hin zu Stipendien für Studien- oder Forschungsaufenthalte im Ausland. Darüber hinaus zeichnet die Stiftung mit dem Stiftungspreis für herausragende Projekte und Initiativen Apothekenteams aus, die sich mit besonders innovativen und gesellschaftlich wirksamen Aktivitäten in ihrer Region hervortun und Best-Practice-Impulse setzen. Seit 2012 verleiht die Apothekerstiftung Westfalen-Lippe außerdem alle zwei Jahre den Journalistenpreis für herausragende Beiträge aller Mediengattungen, die sich kritisch und differenziert mit der Arzneimittelversorgung und der Apotheke und ihrer Rolle in der Gesellschaft auseinandersetzen.

Die nächsten 20 Jahre

Mit Blick auf die Zukunft plant die Apothekerstiftung Westfalen-Lippe, ihre Förderaktivitäten gezielt auszubauen. Im Fokus stehen unter anderem die Forschung zum Einsatz von Augmented Reality und Künstlicher Intelligenz in Lehre und Patientenversorgung. „Die Pharmazie verändert sich – und wir gestalten diese Veränderung mit. Die nächsten 20 Jahre werden zeigen, was möglich ist, wenn Wissenschaft, Praxis und gesellschaftliches Engagement Hand in Hand gehen“, so die Stiftungsvorsitzende. „Die Stiftung will auch weiterhin eine zukunftsgerichtete Rolle bei der Optimierung der Arzneimittelversorgung einnehmen.“

Über die Apothekerstiftung Westfalen-Lippe

Die Apothekerstiftung Westfalen-Lippe ist eine selbständige Stiftung bürgerlichen Rechts, errichtet von der Apothekerkammer Westfalen-Lippe mit Sitz in Münster. Weitere Informationen finden Sie unter www.apothekerstiftung.de.